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Manpage  — FCNTL

BEZEICHNUNG

fcntl - File-Descriptor Handling

INHALT

SYNOPSIS

#include <unistd.h> 
#include <fcntl.h> 

int fcntl(int fd, int cmd); int fcntl(int fd, int cmd, long arg);

DESCRIPTION

fcntl führt eine von vielen unterschiedlichen Operationen auf dem File-Deskriptor fd aus. Die jeweilige Operation wird durch den Parameter cmd angegeben:
F_DUPFD Kopiert fd in arg, fd wird vorher geschlossen, wenn es nötig ist

Die gleiche Funktionalität kann einfacher mit der Routine dup2(2) erhalten werden.

Die alten und neuen Deskriptoren können ausgetauscht werden. Sie verwenden beide die gleichen Locks, Positionszeiger und Flags. Wenn beispielsweise die Dateiposition des einen Deskriptors mit lseek geändert wird, dann ist sie gleichzeitig auch beim anderen Deskriptor geändert.

Die beiden Deskriptoren teilen sich jedoch nicht das close-on-exec Flag.

Bei Erfolg wird der neue Deskriptor zurückgegeben.

F_GETFD Liest das close-on-exec Flag. Wenn das low-order-Bit 0 ist, dann bleibt die Datei bei einem exec geöffnet, ansonsten wird sie geschlossen.
F_SETFD Setzt das close-on-exec Flag auf den Wert, der durch arg angegeben wurde. (Nur das LSB (Least Significant Bit) wird benutzt.)

F_GETFL Liest die Flags des Deskriptors. (Alle Flags, die mit open(2) gesetzt werden können, werden zurückgegeben.)
F_SETFL Setzt die Flags des Deskriptors auf die in arg angegebenen Werte. Nur O_APPEND und O_NONBLOCK können gesetzt werden.

Diese Flags werden von allen Kopien eines File-Deskriptors geteilt, die mit dup(2) o.ä. erzeugt wurden.

Die einzelnen Flags und deren Bedeutung sind in open(2). beschrieben.

F_GETLK, F_SETLK und F_SETLKW
  Behandelt ausschließliche Locks (discretionary file locks).
F_GETOWN Gibt die Prozeß ID (oder Prozeßgruppe) vom Besitzer eines Sockts zurück.

Prozeßgruppen werden als negative Werte zurückgegeben.

F_SETOWN Setzt die Prozeß ID oder Prozeßgruppe für den Socket.

Bei diesen Befehlen sind Besitz gleichbedeutend mit dem Empfang von SIGIO oder SIGURG Signalen.

Prozeßgruppen werden als negative Werte angegeben..

RÜCKGABEWERTE

Die Rückgabewerte sind abhängig von der ausgeführten Operation:
F_DUPFD Der neue File-Deskriptor.
F_GETFD Der Inhalt des Flags.
F_GETFL Der Inhalt der Flags.
F_GETOWN Der Besetzer des Deskriptors.
Bei einem Fehler wird -1 zurückgegeben und errno entsprechend gesetzt.

FEHLER

EBADF fd ist kein geöffneter File-Deskriptor.
EINVAL Bei F_DUPFD: arg ist negativ oder größer als der maximal erlaubte Wert.
EMFILE Bei F_DUPFD: Der Prozeß hat bereits das Maximum an File-Deskriptoren geöffnet.

BEMERKUNGEN

Die Fehler, die von dup2(2) zurückgegeben werden, sind anders als die von F_DUPFD.

ABGESTIMMT MIT

SVID, AT&T, POSIX, X/OPEN, BSD 4.3.

AUTOREN

Drew Eckhardt, Michael Haardt, Ian Jackson und Martin Schulze. Ins Deutsche übersetzt von Martin Schulze (joey@infodrom.north.de).

SIEHE AUCH

open(2), dup2(2), F_DUPFD(2), F_GETFD(2), F_GETFL(2), F_GETLK(2), socket(2).

27. Januar 1996 FCNTL (2) Linux

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This philosophy, in the hands of amateurs, leads to inexplicably mind-numbing botches like the existence of two programs, “head” and “tail,” which print the first part or the last part of a file, depending. Even though their operations are duals of one another, “head” and “tail” are different programs, written by different authors, and take different options!
— The Unix Haters' handbook