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BEZEICHNUNG

hier - Beschreibung der Hierarchie des Dateisystems

INHALT

BESCHREIBUNG

Das typische Linux System hat unter anderen die folgenden Verzeichnisse:
/ Dies ist das Wurzelverzeichnis, wo der gesamte Verzeichnisbaum beginnt.
/bin Hier befinden sich ausführbare Programme, die oft benutzt werden und für den Start des Systems oder dessen Reparatur benötigt werden.
/dev Spezialdateien oder sog. Devices, die die Schnittstelle zu physikalischen Geräten darstellen. Siehe hierzu mknod(1).
/dos Falls sich sowohl MS-DOS als auch Linux auf einem Rechner befinden, ist dies der typische Platz, das DOS-Dateisystem einzuhängen (siehe mount(8) [Englisch]
/etc Hier befinden sich Programme und andere für die Systemadministration wichtige Dateien; normale Benutzer brauchen diese nicht. Für gewöhnlich ist dieses Verzeichnis nicht im Suchpfad $PATH.
/etc/skel
  Wenn ein neuer Benutzer eingerichtet wird, werden normalerweise die Dateien dieses Verzeichnisses in das neue Heimatverzeichnis des Benutzers kopiert.
/etc/lilo
  Das Linux Ladeprogramm zum booten des Systems liegt hier.
/home Hier liegen die Heimatverzeichnisse der normalen Benutzer.
/install
  Dieses Verzeichnis wird von einigen Installationsprogrammen benutzt, um abzuspeichern, welche Pakete installiert wurden.
/lib Oft benutzte Libraries wie die dynamischen Libraries, die zu einem ausführbaren Programm gelinkt werden, wenn dieses startet, und noch einige ausführbare Programme, die normalerweise nicht selbst aufgerufen werden.
/proc Aus diesem Verzeichnis können Informationen aus dem Kernel abgefragt werden.
/proc/[0-9]+
  Diese Verzeichnisse beinhalten informationen über die Prozesse mit den entsprechenden Prozeßnummern; dort liegen Dateien wie die Kommandozeile, die Umgebungsvariablen, Speicherinhalte oder Statistiken über den Prozeß.
/proc/[0-9]+/fd
  Hier befinden sich die Datei Deskriptoren des Prozesses.
/proc/[0-9]+/lib
  Ein Verzeichnis mit den gelinkten dynamischen Libraries.
/proc/self
  Dies ist ein Link zum Verzeichnis des aufrufenden Prozesses.
/tmp Hier befinden sich temporäre Dateien die ohne weiteres beim Systemstart gelöscht werden können.
/user Dies ist oft ein leeres Verzeichnis, das als Einsprungpunkt für Disketten benutzt wird.
/usr Weniger oft benutzte Kommandos und ähnliche Dinge; dies ist oft ein Einsprungpunkt für andere Partitionen oder Laufwerke.
/usr/TeX
  Das TeX Zeichensatzsystem.
/usr/TeX/bin
  Binäre Kommandos für TeX.
/usr/TeX/lib
  Daten für TeX mit ggf. weiteren Unterverzeichnissen.
/usr/TeX/man
  Manpages für das TeX System.
/usr/TeX/src
  Quellcodes für TeX.
/usr/X386
  Das X-Windows System.
/usr/X386/bin
  Binärdateien, die zum X-Windows System gehören; oftmals existiert ein Link vom traditionellen Verzeichnis /usr/bin/X11 hierher.
/usr/X386/lib
  Libraries, die zum X-Windows System gehören.
/usr/X386/lib/X11
  Hier befinden sich diverse Dateien, die zur Benutzung von X nötig sind, unter anderem Konfigurationsdateien. Oft weist ein Link von /usr/lib/X11 hierher.
/usr/adm
  Hier liegen oft verschiedene Loggings.
/usr/bin
  Dieses Verzeichnis enthält eher selten benutzte oder nicht für den Start oder die Reparatur des Betriebssystems nötigen Programme. Die Entscheidung, ob ein Programm in /bin oder in /usr/bin abgelegt werden sollte, kann durch die Beantwortung der Frage "Wenn ich es nach /usr/bin schreibe und /usr beim Systemstart nicht verfügbar ist, kann das System trotzdem starten?" getroffen werden.
/usr/bin/X11
  Dies ist der herkömmliche Platz für X11-Programme; bei Linux ist dies gewöhnlich ein Link nach /usr/X386/bin.
/usr/g++-include
  Include-Dateien für den GNU C++ Compiler.
/usr/include
  Include-Dateien für den C Compiler.
/usr/include/X11
  Include-Dateien für den C compiler und das X-Windows System.
/usr/include/asm
  Include-Dateien, die einige Assemblerfunktionen deklarieren. Dies sollte ein Link nach /usr/src/linux/include/asm sein.
/usr/include/linux
  Hier liegen Informationen, die von Release zu Release unterschiedlich sein können. Das Verzeichnis sollte ein symbolischer Link auf /usr/src/linux/include/linux sein, um auf Systemspezifische Informationen zugreifen zu können.
/usr/lib
  Weniggebrauchte Object Libraries, dynamische Libraries und einige ausführbare Programme die für gewöhnlich nicht direkt aufgerufen werden. Komplexere Programme haben hier ihr eigenes Unterverzeichnis.
/usr/lib/X11
  Der übliche Platz für Daten, die von Programmen für X gebraucht werden oder Konfigurationsdaten für das X System selbst. Bei Linux ist das Verzeichnis normalerweise ein Link auf /usr/X386/lib/X11.
/usr/lib/X11/app-defaults
  Applikationen für X lagern hier ihre Voreinstellungen (Defaults). Wenn Sie das Aussehen eines Programmes ändern wollen, ist dies ein Punkt, nach den Voreinstellungen zu suchen.
/usr/lib/X11/config
  Dieses Verzeichnis wird vom Programm imake(1) benutzt, das Informationen über das Systen in Makefiles einbringt.
/usr/lib/X11/twm
  Dateien für den Window-Manager twm(1).
/usr/lib/X11/xinit
  Dateien zum starten des X Windows System.
/usr/lib/gcc-lib
  Beinhaltet Konfigurationen für den C Compiler des Systems gcc(1) [Englisch].
/usr/lib/groff
  Dateien für das Dokumentsatzsystem groff(1).
/usr/lib/uucp
  Dateien für uucp(1) [Englisch].
/usr/lib/zoneinfo
  Informationen zur Zeitzone.
/usr/local
  Hier sollten Programme liegen, die nur lokal auf dieser Maschine installiert werden. Manche Programmpakete wie EMACS können hier auch eigene Verzeichnisse haben.
/usr/local/bin
  Binärprogramme für Rechnerspezifische Programme.
/usr/local/lib
  Dateien für die lokal installierten Programme lagern hier.
/usr/local/man
  Manpages für die lokalen Programme sind hier zu finden.
/usr/man
  Normale Manpages lagern hier in ihren entsprechenden Unterverzeichnissen.
/usr/man/cat[1-9]
  Diese Verzeichnisse enthalten vorformatierte Manpages und liegen im Unterverzeichnis entsprechend des Abschnittes, zu dem sie gehören.
/usr/man/man[1-9]
  Diese Verzeichnisse sind für Manpages in ihrer Ursprungsform.
/usr/openwin
  Daten, die vom Open Windows Window Manager benutzt werden, liegen hier.
/usr/preserve
  Hier sichert der vi(1) [Englisch] Protokolle von Ediervorgängen, sodaß sie später rekonstruiert werden können.
/usr/spool
  Siehe /var/spool

/usr/src
  Quelldateien für verschiedene Teile des Systems.
/usr/src/libc-linux
  Quellen für die C-Library.
/usr/src/linux
  Quellen des Betriebssystem-Kerns selbst.
/usr/tmp
  Ein alternativer Platz, um temporäre Daten zu speichern; oft benutzt, wenn die Dateien riesig sein werden.
/var Auf BSD-ähnlichen Betriebssystemen werden hier Daten gelagert, die in der Größe sehr variieren, so wie Spool- und Logdateien, während in /usr nur Daten mit fixer Größe liegen.
/var/spool
  Warteschlangen für verschiedene Programme. Oftmals ist /usr/spool ein symbolischer Link auf /var/spool.
/var/spool/atjobs
  Warteschlangen für at(1) [Englisch] jobs.
/var/spool/cron
  Warteschlangen für den cron(1).
/var/spool/lp1
  Wartende Daten für den Default-Drucker.
/var/spool/mail
  Mailboxen der Benutzer.
/var/spool/smail
  Warteschlangen für den smail(1) User Mail Agent.
/var/spool/mqueue
  Warteschlangen für den sendmail(1) User Mail Agent.
/var/spool/uucp
  Wartende Dateien für uucp(1) [Englisch].
/var/log
  Log-Files, zum Teil mit eigenen Verzeichnissen für unterschiedliche Programme.
/var/lock
  Hier werden LOCK-Files, zum Beispiel von uucp(1) [Englisch], samba(7) oder mgetty(8) angelegt.

KONFORM ZU

Das layout dieses Dateisystems folgt den Konventionen des System V.

BUGS

Diese Liste ist nicht global gültig. Manche Systeme sind anders konfiguriert.

SIEHE AUCH

find(1), ln(1), mount(1).


24. April 1993 HIER (7) Linux

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Modern Unix impedes progress in computer science, wastes billions of dollars, and destroys the common sense of many who seriously use it.
— The Unix Haters' handbook