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Manpage  — ENVIRON

BEZEICHNUNG

environ - Umgebung des Benutzers

INHALT

ÜBERSICHT

#include <unistd.h> 

extern char **environ;

BESCHREIBUNG

Zu Beginn eines Prozesses stellt exec(2) ein String (Zeichenketten) Array zur Verfügung. Dieses Array wird `Umgebung' genannt und enthält konventionsgemäß Zeichenketten in der Form von `name=value'. Übliche Beispiele sind:
USER Der Name des angemeldeten Benutzers (wird von einigen Programmen aus der BSD - Welt ausgewertet).
LOGNAME
  Der Name des angemeldeten Benutzers (wird von einigen Programmen aus der System-V - Welt ausgewertet).
HOME Das Anmeldeverzeichnis eines Benutzers, gesetzt von login(1) nach Angaben aus passwd(5).
LANG Eine Variable, anhand derer versucht wird, nationale Besonderheiten (Währung, Datumsformat...) zu verarbeiten, wenn diese Steuerung nicht durch LC_ALL erfolgt oder durch spezifischere Variablen.
PATH Die Reihenfolge von Verzeichnisnamen, in denen sh(1) [Englisch] und viele weitere Programme nach Dateien suchen, deren Pfadname unvollständig ist. Die einzelnen Namen werden durch `:' getrennt. (Gleichermaßen benutzen einige Shells CDPATH, um das Ziel eines cd - Kommandos zufinden, man(1) sucht in MANPATH nach Handbuchseiten, usw.)
PWD Das aktuelle Arbeitsverzeichnis. Wird von einigen Shells gesetzt.
SHELL Der Dateiname der Login - Shell des Benutzers.
TERM Der Terminaltyp, für den Ausgaben aufbereitet werden.
Der Umgebung können weitere Namen hinzugefügt werden. Dazu benutzt man für die
sh(1) [Englisch] das Kommando export und `Name=Inhalt', für die csh(1) [Englisch] gibt es das setenv - Kommando. Argumente können auch beim Aufruf von exec(2) an die Umgebung weitergegeben werden. C - Programme können ihre Umgebung mit den Funktionen getenv(), putenv(), setenv() und unsetenv() beeinflussen.

Bitte beachten Sie, daß das Vehalten vieler Programme und Bibliotheks - Routinen vom Vorhandensein oder dem Inhalt bestimmter Umgebunsvariablen beeinflußt wird. Eine Zufallsauswahl:

Die Variablen LANG, LANGUAGE, NLSPATH, LOCPATH, LC_ALL, LC_MESSAGES etc. beeinflussen die Verarbeitung landesspezifischer Daten.

TMPDIR liefert die Pfadangabe, die tmpnam() beim Anlegen von Dateien benutzt, sort(1) benutzt es als Übergangsverzeichnis, usw.

LD_LIBRARY_PATH, LD_PRELOAD und andere LD_* Variablen beeinflussen das Verhalten der dynamischen Loader / Linker.

POSIXLY_CORRECT veranlaßt gewisse Programme und Bibliotheks - Routinen, sich an die Vorgaben von POSIX zu halten.

Das Verhalten von malloc() wird von MALLOC_* Variablen gesteuert.

Die Variable HOSTALIASES enthält den Namen der Datei, in der die Alias - Namen für gethostbyname() stehen.

TZ und TZDIR geben Zeitzonen - Informationen.

TERMCAP informiert darüber, wie bestimmte Terminals angesteuert werden müssen (oder enthält den Namen eine Datei, die diese Informationen bereitstellt).

Usw. usw.

Es ist offensichtlich, daß es hier ein Sicherheitsproblem gibt. Schon manches System - Kommando hat den Pfad der Tugend verlassen, weil ein Benutzer unübliche Werte für IFS oder LD_LIBRARY_PATH angegeben hat.

SIEHE AUCH

login(1), sh(1) [Englisch], bash(1), csh(1) [Englisch], tcsh(1) [Englisch], execve(2), exec(3), getenv(3), putenv(3), setenv(3), unsetenv(3).

27. Dezember 1998 ENVIRON (5) Linux

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Our grievance is not just against Unix itself, but against the cult of Unix zealots who defend and nurture it. They take the heat, disease, and pestilence as givens, and, as ancient shamans did, display their wounds, some self-inflicted, as proof of their power and wizardry. We aim, through bluntness and humor, to show them that they pray to a tin god, and that science, not religion, is the path to useful and friendly technology.
— The Unix Haters' handbook